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Wild

AUERWILD

Der Auerhahn ist wahrscheinlich einer der am stärksten mystifizierten Vögel der nördlichen Halbkugel. Die ihn umrankende Mythen beinhalten alles vom abscheulichen „hjulormar”, einer Art drachenähnlichem Wesen im småländischen Volksglauben, über mitteleuropäische Fürstenjagden auf Hochwild bis hin zu allerhand norwegischem und schwedischem Aberglauben über seinen Einfluss auf Waldgeister usw.

  • In der Paarungszeit im Mai finden die beeindruckenden Balzspiele der Auerhähne statt.
  • Hähne wiegen etwa 3,5 – 4,5 kg, im Extremfall auch bis zu 5,5 kg.
  • Hennen wiegen etwa 1,5 – 2,5 kg.
  • Die Tiere werden bis zu 8 Jahre alt. Der Hahn ist erst mit 3 – 4 Jahren ausgewachsen, die Henne wird bereits mit anderthalb Jahren geschlechtsreif.

Ab einem Alter von 3 Jahren besetzt der Auerhahn ein Revier nahe dem gewählten Balz- bzw. Paarungsplatz. Bei guten Vegetationstypen können die Außengrenzen des Gebietes ca. 1 km betragen. Je weniger gut das Biotop/die Umgebung dem Vogel gefällt, desto größer wird das Gebiet. Dazwischen liegen mehrere leeren Flecken, in denen er sich nicht bewegt. Jüngeren Vögeln wird gestattet, die schlechteren Vegetationen im Gebiet zu besetzen. Die Henne zeigt während der sommerlichen Aufzucht der Jungen ein Revierverhalten. Während dem Rest des Jahres bewegt sie sich generell in größeren Gebieten als der Hahn und ist weniger vom Erscheinungsbild der Waldung abhängig. Nach der Balz im Mai bebrütet sie einen knappen Monat lang die Eier. Die Küken schlüpfen Mitte Juni. In den Tagen nach dem Schlupf ist das Überleben der Küken stark abhängig von Wetter und Temperaturen. Die Küken dürfen weder nass noch kalt werden (sonst erfrieren sie). Auch das Insektenleben muss aktiv sein, da das Futter der Küken im ersten Monat fast ausschließlich aus Insekten besteht.

Biotope: jahreszeitenabhängig stellt ein gut belichteter Wald (offener Fichtenwald oder Fichten/Kiefern-Mischwald) mit Blaubeerreisig als Bodendeckung ein favorisiertes Biotop dar. Sumpfwald mit Wollgrasunterwuchs ist ein weiteres. Wegen der großflächigen Forstwirtschaft in Norrland kann es für das Auerwild schwierig werden, passende Biotope in der Nähe des Paarungsplatzes zu finden. Dies wiederum bringt die Vögel unter Umständen dazu, sich -besonders zwischen verschiedenen Jahreszeiten – in weit größeren Gebieten als üblich zu bewegen. Der Vogel kennt Winter-, Frühlings-, Sommer- und Herbstbiotopen.

Jüngere Vögel zeigen größeren Respekt vor Raubtieren wie Habicht, Fuchs oder Marder und halten sich gern in einem eher dichten Wald auf, obwohl dieser schlechtere Futteroptionen bietet. Räuber der Eier und Küken sind Eichelhäher, Rabe, Fuchs, Hermelin u.v.m. sowie der Dachs, der in kleineren Beständen hier oben vorkommt. Das Futter besteht aus:

  • Mai – Oktober: behaarter Hainsimse, Wollgras, Wachtelweizen, Blaubeerreisig, Blaubeerlaub
  • August – September: Blaubeeren, Preiselbeeren, schwarze Krähenbeeren, Rauschbeeren, Espenlaub
  • Sommerzeit generell: Insekten
  • November – Mai: Fichtennadeln

Um die Fichtennadeln zu zermahlen, vertilgt der Auerhahn kleine Steine, die er im Kropf/Kaumagen aufbewahrt. Aus diesem Grund beobachtet man häufig, wie Auerhähne Steine am Straßenrand verzehren.

BIRKHUHN

Das Birkhuhn ist kleiner als das Auerwild und wiegt ca. 1-1,5 kg (Hahn) bzw. 0,7-1 kg (Henne). Dem Birkhuhn bevorzugt Gegenden, in denen Birken- und Nadelwälder sich mit Wiesen, Mooren und bergigen Gebieten abwechseln. Es siedelt auch in Wacholderbüschen und in mit Heidekraut bewachsenen Regionen. Das Futter des Birkhuhns ähnelt dem des Auerwildes, im Winter jedoch machen Birkenknospen den Hauptanteil am Futter aus. Im Frühling nimmt das Birkhuhn die Balz auf. Ende Mai baut das Weibchen ein einfaches Nest am Boden und legt gewöhnlich 6 – 8 Eier, gelegentlich auch mehr. Nach einer rund dreiwöchigen Brut schlüpfen die Küken Mitte Juni.

SCHNEEHUHN

In Schweden gibt es zwei Arten von Schneehühnern: das Moorschneehuhn und das Alpenschneehuhn. Ihr Aussehen ist identisch. Gewisse Unterschiede gibt es z.B. in der Wahl des Habitats, wo das Alpenschneehuhn höhere Berglagen bevorzugt, während das Moorschneehuhn am Fuß der Berge und in Waldlandschaften lebt.

Die Paarbildung erfolgt im Frühjahr. Hierzu sammeln sich die Schneehühner nicht auf größeren Plätzen wie etwa Birkhuhn und Auerwild. Stattdessen verteidigen die Hähne ihr Revier. Die Hennen legen um die 10 Eier, die sie in etwa 21 Tagen ausbrüten. Die Brutgeschwindigkeit variiert von Jahr zu Jahr und ist abhängig vom Druck durch Raubtiere und dem Wetter. Bedeutende Räuber sind Hermelin, Fuchs und Rabenvögel. In einigen Jahren sterben zahlreiche Küken auch aufgrund des kalten und regnerischen Wetters.

Die Fressgewohnheiten des Schneehuhns ändern sich mit Alter, Jahreszeit und Habitat. Die Küken leben in den ersten Monaten vorrangig von Insekten. Erwachsene Tiere und Küken von mehr als einem Monat verzehren dominieren im Sommer hauptsächlich Beeren und Beerenzweige, während die Nahrung im Winterhalbjahr aus Birken und Weiden besteht.

Beim Moorschneehuhn rechnet man vom Ei bis zur darauffolgenden Brutsaison mit einer Sterblichkeitsrate von 90 Prozent. Häufigste Todesursache sind dabei Raubtiere.

Im Herbst nehmen die Vögel ein einheitlich weißes Federkleid an, das sie bis zum Mai behalten. Im Sommer wechseln sie das Gefieder zwei oder drei Mal, bis sie zunehmend mehr braune Federn tragen. Der Grund dafür ist, dass das Gefieder so gut an die Umwelt angepasst wird, damit sich die Vögel durch Tarnung vor Raubtieren schützen können.

HASELHUHN

Das Haselhuhn ist die kleinste Art der Raufußhühner.

Haselhühner findet man häufig in feuchteren Regionen der Fichtenwälder, die oft ein wenig dichter mit Laubeinschlägen und entweder mehrschichtige ältere Wälder oder junge Wälder sind. In beiden Fällen bieten die Fichten Schutz vor Räubern.

Blaubeeren, Preiselbeeren und Kräuter bilden während der schneefreien Zeit die Hauptnahrungsquelle. Daher ist es wichtig, dass es im Fichtenwald Lichtungen gibt. In der Winterzeit frisst das Haselhuhn Blütenkätzchen und Knospen von Laubbäumen, vor allem von Erlen. Das Vorkommen und die Bestandsdichte des Haselhuhns werden vom Vorhandensein von Erlen in fichtendominierten Wäldern begünstigt.

Das Haselhuhn besetzt ein bestimmtes Revier und hält sich das ganze Jahr über innerhalb von etwa 20 – 40 Hektar auf. Die Jungvögel strömen im September aus und gründen noch im selben Herbst ein eigenes Revier. Das Tier lebt den Großteil des Jahres in Paargemeinschaften – abgesehen von der Zeit, in der sich das Weibchen um die Jungen kümmert. Dadurch unterscheidet sich das Haselhuhn von den anderen Raufußhühnern, wo Hähne und Hennen normalerweise nur zur Balz zusammenkommen.

Bei der Jagd fliegt das aufgescheuchte Haselhuhn nicht besonders lang, sondern landet bereits nach 30 – 50 Metern wieder auf niedriger Höhe in einem Baum.

HASE

In Lapplands Wäldern gibt es ausschließlich Schneehasen. Der Schneehase ist in der Abenddämmerung und in der Nacht am aktivsten. Tagsüber ruht er, häufig in Erdhöhlen, Spalten oder im Schnee. Während der Paarungszeit ist er jedoch eher tagaktiv. Er verfügt über ein sehr gutes Gehör, während das Sehvermögen nicht so gut ausgebildet ist – zumindest nicht bei vollem Tageslicht. Aufgrund seiner langen Hinterbeine kann der Hase sich nur durch Springen fortbewegen. Bevor der Schneehase sich für den Rest des Tages zur Ruhe begibt, Folgt er häufig ein Stück weit seiner eigenen Spur und hüpft dann zur Seite. Dies wird einige Male wiederholt, um mögliche Räuber in die Irre zu führen. Diese Technik wendet er sogar beim Jagen an. Er versucht sogar, jagenden Raubtieren zu entkommen, indem er in feuchte Gebiete läuft.

Das Weibchen ist 2 bis 3 Mal im Jahr trächtig und gebiert 1 bis 7 Junge pro Wurf. Jede Trächtigkeit dauert rund 50 Tage.

 

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