Angeln in Vilhelmina

Fliegenfischen

Fliegenfischen wird auf der ganzen Welt immer beliebter und kann für mehrere Arten angewendet werden; am populärsten in unseren Gebieten für Forelle und Äsche.

Im Unterschied zur Wurfrute macht beim Fliegenfischen die Leine das Gewicht aus. Es gibt verschiedene Klassen von Leinen mit verschiedenen Gewichten, Formen und unterschiedlichen Eigenschaften. Dies beeinflusst die Reichweite sowie ob die Leine sinkt oder fließt. Ein Beispiel für sinkende Leine ist die Klasse 9, die z.B. für Fischen nach Hecht verwendet wird, während die fließende Leine Klasse 5, für Trockenfliegen beim Fischen nach Forellen Anwendung findet.

Bei Trockenfliegen benützen Sie fließende Fliegen wie z.B. Europa 12 oder Streaking caddis, die Eintagsfliegen imitieren. Wenn Sie mit Trockenfliegen in strömendem Gewässer fischen, werfen Sie den Köder schräg flussaufwärts und lassen danach die Fliege treiben. Das Schwierige mit dieser Art zu fischen ist, die Fliege natürlich treiben zu lassen ohne sie über die Wasseroberfläche zu rucken. Wenn Sie Fische an der Oberfläche sehen, werfen Sie ein Stück weiter flussaufwärts aus, damit die Fliege dem Fisch zutreibt. Fischen Sie hingegen in einem See, so können Sie auswerfen und die Fliege liegen lassen oder sachte einholen. Es kann schwierig sein, die Konzentration aufrecht zu erhalten, weil es dauern kann, bis ein Fisch anbeißt, weshalb es möglicherweise etwas einfacher ist, den Köder sachte einzuholen.

Beim Fischen mit Nymphen fischen Sie an oder unter der Wasseroberfläche mit Eintagsfliegenlarven oder anderen im Wasser lebenden Insekten. Haröra ist eine Allroundnymphe, die verschiedene wasserlebende Insekten imitiert. Mit einer Nymphenfliege können sie auf verschiedene Weise angeln, spannend im fließenden Gewässer ist z.B. schräg stromaufwärts auszuwerfen und die Fliege flussabwärts strömen zu lassen und entweder zu beobachten, ob sich das Ende der Leine bewegt oder einen Bissindikator zu verwenden, um deutlicher sehen zu können. Wenn Sie eine Bewegung wahrnehmen, rücken Sie den Fisch fest. Wenn Sie mit Nymphen im See angeln, können Sie auswerfen und den Köder etwas absinken lassen, bevor Sie die Leine sachte ruckartig einholen.

Fliegenfischen mit Nassfliegen geschieht auch unter der Wasseroberfläche. Dabei imitieren Sie z.B. ein sinkendes Insekt mit z.B. der klassischen Royal coachman oder Coachman. Fliegenfischen mit Nassfliegen eignet sich ziemlich gut für Anfänger in fließendem Gewässer. Werfen Sie geradeaus oder schräg stromaufwärts und lassen Sie die Fliege stromabwärts treiben mit etwas gestreckter Leine. Mit etwas Glück beißt ein Fisch an.

Streamerfiske ist der Favorit vieler im Spätsommer, wenn der Streamer, z.B. Muddler minnow Jungfisch imitiert. Dies kann eine gute Wahl sein, um eine Forelle in unseren dunklen Augustnächten zu fangen. Versuchen Sie verschiedene Techniken, wenn Sie mit Streamer angeln. In ruhigen Gewässern können Sie ihn ruckweise einholen, dann können Sie ihn sachte und gleichmäßig einholen oder sie führen die Rutenspitze seitwärts, um die Fliege verschieden bewegen zu lassen.

Fliegenfischen nach Hecht gleicht dem Streamerangeln und Sie können auf verschiedene Weise die Fliege einholen; z.B. wenn größere Köcherfliegen Kleinfisch wie Rotauge oder Barsch imitiert. Hier können Sie doch in längeren, rascheren Rucken einholen, weil Sie etwas größeren Fisch imitieren als beim Streamerangeln.

Wenn Sie das Fliegenfischen lernen wollen, kann es von Vorteil sein, wenn eine kundige Person dabei behilflich ist und Sie zuhause auf dem Rasen geübt zu haben. Wenn Sie einigermaßen geschickt sind, können Sie sich zum Wasser begeben, vielleicht mit einer Nymphe zu einem Bach. Dann brauchen Sie nicht so weit auslegen, um einen guten Fang zu erzielen.